Renaissance
Um 1500 gilt Florenz als Mittelpunkt eines neuen Lebensgefühls und einer geistigen Bewegung. Nicht mehr die Kirche, sondern der Mensch rückt in das Zentrum. Künstler wie Botticelli, Leonardo da Vinci und Michelangelo werden großzügig unterstützt. Die Skulptur des David ist die erste freistehende Marmorstatue seit dem Altertum und ein Sinnbild des neuen Menschen. Zur gleichen Zeit malt Leonardo da Vinci seine Mona Lisa. Papst Julius II. beauftragt Michelangelo mit der Ausmalung der Decken der Sixtinischen Kapelle.
Das ungezwungene und z.T. ausschweifende Lebensgefühl der Renaissance wird von dem Mönch Savonarola angeprangert. Er lässt einen "Scheiterhaufen der Eitelkeiten" errichten. Verbrannt werden Gemälde mit sinnesfreudigen Motiven, kostbare Stoffe, Schmuck, verdächtige Schriften etc. Er verdammt ein Denken, das der Welt zugewandt ist und den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ein Jahr später wird er hingerichtet. Dem Stadtrat in Florenz und dem Papst ist er zu radikal geworden.